KI und Inklusion in der Arbeitswelt – Starke Impulse für die Region

Bad Sooden-Allendorf  | „KI Künstliche Intelligenz und Kompetenzen für Inklusion in der Arbeitswelt“, fand am 17.03.2026 in den Räumlichkeiten der DIPLOMA Fachhochschule in Bad Sooden-Allendorf statt. Die richtungsweisende Veranstaltung widmete sich einem hochaktuellen Thema: dem Zusammenspiel von Künstlicher Intelligenz (KI) und Kompetenzen für Inklusion in der Arbeitswelt. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen und die EAA-Netzwerkpartner kamen zusammen, um sich über Fördermöglichkeiten, Chancen und Herausforderungen auszutauschen. Bereits zu Beginn wurde deutlich, dass das Interesse an der Veranstaltung groß war. Die Teilnehmenden erwartete ein abwechslungsreiches Programm aus Fachvorträgen mit Praxisbeispielen. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie KI sinnvoll eingesetzt werden kann, um Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren. In dem Vortrag von Fatbarth Ferati, Bildungswerk der nordhessischen Wirtschaft gGmbH, wurde eindrucksvoll aufgezeigt, welches Potenzial moderne Technologien bieten: Von unterstützenden Assistenzsystemen über automatisierte Prozesse bis hin zu individuell angepassten Lernplattformen – KI kann dazu beitragen, Barrieren abzubauen und neue Zugänge zu schaffen. Gleichzeitig wurde betont, dass technologische Innovation allein nicht ausreicht. Entscheidend sind die Kompetenzen aller Beteiligter; der Mitarbeitenden und Führungskräfte, die den Wandel aktiv mitgestalten müssen.

Besonders wertvoll waren die Praxisbeispiele, die zeigten, wie bereits heute mit einfachen Schritten inklusiven KI-Anwendungen angewendet werden können. Sie zeigten, wie durch gezielte Maßnahmen Arbeitsplätze angepasst und neue Tätigkeitsfelder erschlossen werden können. Dabei wurde auch deutlich, dass Inklusion nicht nur eine gesellschaftliche Verantwortung darstellt, sondern für Unternehmen konkrete Vorteile mit sich bringt – etwa durch vielfältigere Teams, höhere Innovationskraft und eine stärkere Mitarbeiterbindung. In dem anschließenden Marktplatz nutzten die Arbeitgeber die Gelegenheit, sich intensiv auszutauschen mit dem EAA-Kompetenzteam für Inklusion. Vom LWV Hessen war das Integrationsamt Kassel vertreten mit ihrem Regionalmanagement für den Werra-Meißner-Kreis und dem technischen Beratungsdienst. Von der Agentur für Arbeit war der Teamleiter Reha aus Kassel angereist und stand mit dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit im Werra-Meißner-Kreis, für Fragen zur Verfügung. Zum ersten Mal dabei war die deutsche Rentenversicherung mit dem Firmenservice für Hessen. Der Integrationsfachdienst war ein gefragter Partner auf dem Marktplatz. Der Fachberatung für Inklusion der Handwerkskammer Kassel rundete die Netzwerkkompetenz der EAA Werra-Meißner-Kreis ab. Der offene Dialog wurde von vielen als besonders bereichernd hervorgehoben. Die Veranstaltung im Werra-Meißner-Kreis hat eindrucksvoll gezeigt, dass KI und Inklusion keine Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig ergänzen können. Mit dem richtigen Know-how und einem klaren Bekenntnis zur Vielfalt lassen sich neue Wege in der Arbeitswelt gestalten, von denen sowohl Unternehmen als auch Beschäftigte profitieren. Abschließend lässt sich festhalten: Die Arbeitgeberveranstaltung war ein voller Erfolg und ein wichtiger Impulsgeber für die Region. Sie hat nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch zum Umdenken angeregt und konkrete Perspektiven für eine inklusive, zukunftsfähige Arbeitswelt aufgezeigt.

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Die Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber wurden 2022 in Hessen eingeführt. Allein in Nordhessen konnten seitdem mehr als 1.500 Arbeitgeber erreicht und über 1.000 Betriebe intensiv beraten werden. Träger der EAA für den Werra-Meißner-Kreis sowie für die Stadt und den Landkreis Kassel ist das Bildungswerk der nordhessischen Wirtschaft gGmbH im Auftrag des Integrationsamtes des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen.